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Naginata Weihnachtslehrgang 2016
Tschechisch-Deutsches-Wiedersehen beim Weihnachtsturnier in Prag

2. Platz engi & 3 Platz shai für Potsdam

Prag
(17. - 18. Dezember 2016)

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2014 besuchten die Naginataka des
Naginata Gorenkai
die Potsdamer Naginatagruppe. Diese wurde zu diesem Zeitpunkt gerade zwei Jahre alt. Sie kamen in einer großen Gruppe unter Leitung von Naginatalehrerin Hideko Zaitsu sensei. Damals fand das erste Freundschaftstraining mit den Pragern in Potsdam statt. Bis heute gab es mehrfache Besuche, sowie Begegnungen auf internationalen Seminaren und Turnieren.

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So machte sich auch am Freitag dem 16.12.2016 eine kleine Gruppe aus Deutschland auf den Weg nach Prag. Vor dem Potsdamer Dôjô startete die Reise, führte über das schöne Dresden und endete vor dem Prager Dôjô.
Dort angekommen fühlten sich die Reisenden sofort heimisch. Denn schön des Öfteren waren sie hier zu Besuch und hatten gute Erinnerungen daran.

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Früh am Morgen des 17.12.2016 trafen auch die restlichen deutschen Teilnehmer ein. Rechtzeitig zum Start des Lehrgangs. Zusammen mit den tschechischen Trainierenden des Naginata Gorenkai stand für dieses Wochenende wieder ein gemeinsamer Weihnachtslehrgang und ein Weihnachtsturnier mit enig und shiai auf dem Plan.

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Als erstes galt es den Körper zu mobilisieren. Verschiedene Aktivierungs- und Dehnungsübungen wurden ausgeführt. So mancher Naginataka wurde in dem Moment erst so richtig wach und vertrieb seine Morgenmüdigkeit sehr schnell.

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Nach dem Gymnastikteil folgte kihon. Grundlegende Techniken der Naginatakampfkunst wurden gemeinsam ausgeübt. Die drei Übungsleiter leiteten abwechselnd alle Teilnehmer zur Ausübung von Schritten, Stellungen, Schwüngen und Schlägen an. Hierbei wurde jeder aktiver und motivierter. Auch erste kiai dieses gemeinsamen tschechisch-deutschen Wochenendes waren zu hören.

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Nach dem kihon-Übungen folgte die Arbeit am Detail. Von den Übungsleitern erhielten die Teilnehmenden Korrekturen der Feinheiten in der Ausführung der Techniken und erhielten auf diese Weise sehr wertvolle Tips für die weitere Entwicklung. Die Jüngsten unter ihnen erhielten auf diese Weise einen wunderbaren Einblick in die verschiedenen Facetten und Aspekte des Naginata.

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Gefolgt von Partnerübungen mussten sich alle Teilnehmer im Lehrgang zunehmend mit schwierigeren und komplexeren Inhalten auseinandersetzten. Zeitgefühl für den rechten Moment das Blocken; ein gutes Auge für den Abstand zum Übungspartner und auch bewusste Kontrolle und Einteilung der eigenen Atmung und der eigenen Anstrengungen waren nötig um den Lehrgang passabel zu absolvieren. Beim Üben der kata war nicht nur Geduld sonder auch Durchhaltevermögen gefordert. Wiederholung auf Wiederholung schulte die Teilnehmer in der korrekten Ausführung.

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Nach einer Mittagspause wurde es noch aktiver. Rüstungen wurden angelegt und auf korrekten Sitz kontrolliert. Der jüngste Teilnehmer der Deutschen, welcher erst vor wenigen Wochen mit dem Training begann, konnte hierbei

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erstmalig eine Rüstung anprobieren und Kampfgefühl spüren. Im Training der Rüstungs- und Wettkampftechniken ist viel Fleiß und Hingabe gefragt. Beides zeigten alle Teilnehmer des Lehrgangs ohne zu zögern.

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Den Beginn machten die Übungsabläufe und Schlagserien, die auch in jeder anderen Naginatagruppe der Welt zu finden sind. Anschließend wurde es prägnanter. Techniken und Kontertechniken für das shiai rückten in den Fokus. Die Naginataka zeigten sich interessiert und stellen viele Fragen und hatten so manche Ideen eines Angriffs oder eines Konterangriffes. Nicht ohne Grund. Denn am nächsten Tag sollte es das Weihnachtsturnier geben. 

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Die erfahreneren Naginatatrainierenden übten sich derweil in kata. Während die shiai-naginata aus einem Holzschaft mit einem aufgesetzten Baumbusteil als Klinge im Rüstungskampf und in den shikake-ôji Wettkämpfen genutzt wird, so werden die zen-nihon naginata kata mit einer Naginta praktiziert, die komplett aus einem Stück Holz gefertig ist. Handhabung und -führung; Gewicht und auch die Etikette unterscheiden sich von der jener shiai-naginata.

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Nach dem ersten gemeinsamen Tag führte ein kurzer Spaziergang durch Prag zu dem bei den Trainierenden beliebten Restaurant. Schon oft waren sie alle gemeinsam hier eingekehrt und aßen sich am Lehrgangsabend satt. So auch dieses Mal. Es dauerte nicht lange bis jeder wieder seine ihm bekannte Lieblingsspeise von der Karte wählte. Es folgten entspannte und heitere Gespräche. Informationen wurden ausgetauscht und Pläne erörtert.

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Am nächsten Morgen war es dann soweit.
Nach gemeinsamen Grundlagenübungen wurden die Aufstellungen der Teams für das engi bekanntgegeben. So entstanden unter anderem, wie auch in der Vergangenheit, tschechisch-deutsche engi-Teams. Während die drei Übungsleiter die letzten Details für das Turnier klärten, hatten die frischen Teams ausreichend Zeit sich abzustimmen und vorzubereiten. Sie mussten sich zum Beispiel mit der jeweiligen Teamfarbe kenntlich machen – rot oder weiß. Alle halfen sich mit viel Humor und Heiterkeit.

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Als alle Vorbereitungen beendet waren, wurde das Weihnachtsturnier eröffnet und das engi begann. Die Teilnehmer zeigten Konzentration und Fleiß während des engi sowie Gelassenheit und Anerkennung wenn das gegnerische Team einen Kampf gewann. Es gab so manche spannende Begegnung. Am Ende Standen die Platzierungen fest und wurden mit Applaus gewürdigt.

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Es folgte eine Pause, die von den Teilnehmern nicht nur zum ausruhen genutzt wurde. Das shiai stand kurz bevor.
Im shiai treffen zwei Rüstungskämpfer aufeinander.
Jeder der Beiden hat drei
reguläre Minuten Zeit zwei Punkte mittels Treffen des Gegners zu erkämpfen. Der Kampf ist siegreich beendet für den Kämpfer, der es innerhalb dieser Zeit schafft oder für den Kämpfer, der nach Ablauf der Zeit mehr Punkte erreicht hat.
So gibt es also auch Siege mit 2:1 oder 1:0.

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Ist es immer noch unentschieden weil keiner der beiden Kämpfer einen Treffer erzielte, so folgt der Schiedsrichterentscheid.
Auf Kommando des Hauptschiedsrichters zeigen alle drei Schiedsrichter zeitgleich per Flagge die Farbe des Kämpfers, dem sie den Sieg zuerkennen. Dies ist der Kämpfer, welcher ihrer Meinung nach der bessere von beiden war.

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Alle Teilnehmer gaben sich beim Weihnachtsturnier in Prag viel Mühe und feuerten die Kämpfenden an. Für fünf der insgesamt neun Deutschen war es gar die allererste Turniererfahrung, die sie in Prag machen durften. Zwei von ihnen erkämpften sich dann sogar eine Platzierung.

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Das Turnier und so
auch das gemeinsame tschechisch-deutsche Wochenende schloss mit der Siegerehrung. Es gab viel Beifall und viele Glückwünsche. Jeder der Platzierten freute sich und ebenso die anderen Teilnehmer, weil sie mit dabei waren.
Denn die freundlich-familäre Atmosphäre beim gemeinsamen Lernen und der übrigen Zeit spornt nicht nur zu mehr Fleiß an, sondern schafft auch viel Vorfreude auf das nächste Miteinander.

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Vielen Dank an Hrbac sensei und Stybor sensei für ihre sehr hilfreichen Unterweisungen im Lehrgang sowie an das ganze tschechische Team für ihre Gastfreundschaft und Hilfsbereitschaft. 


Herzlichen Glückwunsch den Platzierten des Prager Weihnachtsturniers 2016

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Engi-Platzierte

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     Shiai-Platzierte         

Engi-kyôgi

Shiai-kyôgi

   1. Nora (D) + Jarmila (CZ)

   2. David P. (CZ) + Johannes (D)

   3. David L. (CZ) + Julia (D)

   1. Jarmia (CZ)

   2. Felix (D)

   3. Johannes (D)

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                 GENKIDO

                                             Kampfkunst und Tradition mit Respekt und Hingabe